In memoriam

Bildquelle: Ostdeutsche Sparkassenstiftung

"Händedruck mit Samthandschuhen"

"Rettung für Bücher"

"Förderung für Bibliothek und Kreuzgang"

"Handschriften und Drucke des 15./16.Jahrhunderts gesichert"

"Handschriften und Drucke der Möller-Bibliothek gerettet"


So oder ähnlich lauteten Zeitungsüberschriften, die auf ein für unsere Möller-Bibliothek bedeutsames Ereignis hinwiesen - die Überreichung eines Spendenschecks durch Friedrich Holtmann, den Vorsitzenden des Vorstandes der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführenden Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes.

Nach einer kulturellen Umrahmung durch Christine und Frauke folgten bewegende Worte mit denen verschiedene Redner ihren Dank zum Ausdruck brachten bzw. die Bibliothek und ihren Bestand würdigten.

Ihnen, den Vertretern der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Freiberger Sparkasse, Herrn Menzel, Frau Dr. Frey, dem Landrat Herrn Uhlig und Herrn Schramm als Freibergs Oberbürgermeister sei dafür an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.  

Bildquelle: Ostdeutsche Sparkassenstiftung

Der Dank soll aber auch an alle gehen, die dazu beigetragen haben, dass unsere altehrwürdige Bibliothek mit ihren Zimelien durch Wort und Bild verstärkt Aufmerksamkeit bei Verantwortungsträgern und in der breiten Öffentlichkeit gefunden hat.

Mit dieser finanziellen Unterstützung wird es uns in den nächsten Jahren möglich sein, erste dringend notwendige Restaurierungsmaßnahmen durchführen zu lassen. Die Auswahl von Bänden erfolgt u.a. nach dem Grad der Schädigung, der kulturellen Bedeutsamkeit und dem Seltenheitswert. Schon jetzt ist die Spannung groß, wie es dem Restaurator, einem versierten Fachmann und seinen Mitarbeitern erneut gelingen wird, restauratorische Glanzleistungen zu vollbringen. Decretum Gratiani (Kirchenrecht), gedruckt 1472 von Peter Schöffer, die Schedelsche Weltchronik, die Grüninger-Bibel, herrliche Pergamenthandschriften und das Geschlechter-Buch der Reichsstadt Augsburg, um nur einige Werke zu nennen, sind ein kulturelles Erbe, das auf Mäzene angewiesen ist.

Wenn sie in naher Zukunft in bibliophiler Schönheit erstrahlen, werden sie mit Sicherheit auch Menschen nach uns faszinieren und uns zugleich immer wieder daran erinnern, dass

"Bücher Brot sind, deren der Mensch bedarf."

Der Grundstein ist gelegt, ein erster beachtlicher Schritt für die langfristige Sicherung eines Kleinodes ist getan. Lassen wir gemeinsam weitere folgen, um unser kulturelles Erbe als "Menschheitsgedächtnis" zu bewahren.

Mit den besten Wünschen für 2011 und einem Freiberger "GLÜCK AUF!"


Volker Bannies