Gratulation an Paul Stümpges

Gratulation an Charlotte Ehle

Großes Finale in Essen 2010

Bundesfinale Essen 2010


Lisa Hallex
und Robert Böhme gewannen das Landesfinale Sachsen von "Jugend forscht 2010" in ihren Kategorien! Damit stellte unsere Schule erstmalig gleich zwei Landessieger, die am großen Bundesfinale teilnahmen. Das gab es bisher noch nie!

Vom 13. bis 16. Mai 2010 fand in Essen das Finale statt!

Lisa Hallex gewann den Werner-Rathmayer-Preis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft und Robert Böhme gewann den 4. Preis im Fachgebiet Chemie.

Wir gratulieren beiden ganz herzlich für die ergfolgreiche Teilnahme.  

Lisas Bericht

Lisa Hallex präsentiert die Untersuchung eines marinen Ökosystems in Sveta Marina (Kroatien)


Also aus meiner Sicht war das Bundesfinale eine absolut gelungene Veranstaltung bei der es an Nichts gefehlt hat, nur etwas an Schlaf.
Das lag aber an den interessanten und abwechslungsreichen Veranstaltungen, von denen man nicht zu früh gehen wollte.

Nach Ankunft am Essener Hauptbahnhof wimmelte es nur so von JuFos, die man an den Plakatrollen und großen Reisekoffern erkannte. Wir wurden zum Standaufbau in die Messehalle gefahren und  kamen dabei schon oft ins Gespräch, das zwar immer nach dem gleichen Schema ablief: 1. Wo kommst du her? 2. In welchem Fachgebiet startest du? 3. Worum geht es in deinem Projekt?, aber die Stimmung war trotzdem sehr heiter und Konkurrenzdenken o.ä. war gar nicht vorhanden.
Anschießend wurden wir mit zahlreichen Reden offiziell begrüßt. Dann folgten noch 2 längere Vorträge mit einem über die Physik der Fußball-WM. Und obwohl mich das nun wirklich nicht interessiert und ich keinen Zusammenhang zu JuFo finden konnte, habe ich einfach nicht weghören können, da der Redner sehr anschaulich sprach. Danach haben wir uns in die wie immer zu wenig bereitgestellten Busse gequetscht und sind durch Essen zum Hotel gefahren. (Ich kann bis jetzt noch nicht verstehen, wieso eine, milde gesagt, unschöne Stadt wie Essen, Kulturhauptstadt werden kann...).
Auch im Hotel war alles da was man brauchte und in das Abendbuffet hätte ich mich ehrlich gesagt am liebsten rein gelegt, so herrlich, wie das zubereitet und gestaltet war... ;D

Robert Böhme präsentiert die Veresterung von Zitronensäure mit Glycerin

Am Freitag wurde es dann ernst. Zumindest hatte ich das so erwartet, weil die Jurygespräche anstanden. Die Juroren kamen meist in 3er-Gruppen und waren seeehr nett und aufgeschlossen. In der Vorbereitungszeit wurde uns gesagt, wir sollten ca. 5 Minuten unser Projekt vorstellen und anschließend auf die Fragen eingehen. Aber als es dann soweit war, konnte ich mich gerade einmal vorstellen, dann kamen schon die ersten Fragen und durch das große Interesse der Juroren weitete sich die 20-minütige Befragung schon mal auf 45 Minuten aus. Danach musste man zwar immer in der Nähe des Standes bleiben, um sich für die Sonderjuroren bereit zu halten, aber man hatte auch mal Gelegenheit sich die Stände der Mitstreiter anzusehen. Dabei waren wirklich extreme Niveaunterschiede zu sehen und so unterschiedliche Themen vertreten, dass ich nicht in der Haut der Jury stecken wollte, die ja die Besten herausfinden sollten. Ich finde die Themen waren selbst innerhalb der Fachgebiete noch so unterschiedlich, dass man sie einfach nicht miteinander vergleichen  konnte. Zu bemerken war z.B. auch, dass die Bio-Jury weniger Interesse und Ahnung von der chemischen Seite der Biologie hatte. Deshalb schnitten Bewerber mit z.B. Proteinuntersuchung in der Bewertung deutlich schlechter ab, obwohl deren Leistung wirklich erstaunlich gut war. Nach der Befragung nahm ich an der Besichtung des Stahlwerkes Thyssen Krupp teil und in der absolut gigantischen Industrieanlage waren wir glücklicher Weise immer genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um die tollsten Momente bei der Stahlherstellung miterleben zu können. Danach gab es natürlich wieder ein tolles Buffet und sogar noch Zeit für Disko. Da jeder dachte, dass er sich  nach der Werksbesichtung noch einmal umziehen könnte, dass allerdings dann nicht der Fall war, haben wir in unseren dreckigen und alten Klamotten einfach getanzt. So mancher sogar noch im Schutzanzug, wenn er bei der Besichtigung der Nanowerkbank war. Spaß hat es alle male gemacht, auch wenn anschließend nur 3 Stunden Schlaf übrig waren...

Am Samstag ging es mit der Jurybefragung relativ locker weiter und zwischendurch kamen die Fotografen um von jedem Bewerber ein Bild zu schießen. Ich war ausgerechnet die letzte beim Fotoshooting. Dementsprechend einfallslos sah mein Bild dann auch aus, weil einfach keine Zeit mehr war... Danach fand dann noch die Generalprobe für die Preisverleihung statt. Die Zeit hätte man sich allerdings sparen können... Und dann wurde die Öffentlichkeit auf uns „los gelassen“. Das sich solche Massen in die Messehalle drängen hätte ich wirklich nicht gedacht. Pausenlos kamen unzählige fragende Kinderaugen, viele neugierige Essener, ehemalige JuFo-Teilnehmer, Politiker, Biologielehrer und Professoren usw. Danach war ich schon etwas geschafft, aber die vielen Fotoapparate und TV-Kameras forderten immer wieder ein Dauerlächeln. Das steigerte sich dann noch in der Jahrhunderthalle in Bochum, wo ich am Abend meinen Sonderpreis erhielt.
Für die Preisverleihung hätte ich mir ehrlich gesagt eine Moderatorin gewünscht, die wenigstens ansatzweise etwas von den Projekten versteht. Denn sinnlosere Fragen konnte man vor laufender Kamera wirklich nicht stellen und ein kompetentes Antworten fiel dadurch meistens recht schwer. Am Sonntag war dann schon der letzte Tag und die meisten Preisträger schlichen, von der letzen Nacht noch ganz müde, über die Bühne.
Toll fand ich dabei, dass es so verschiedene Preise gab und meistens Preise wie z.B. Praktika in besonderen Unternehmen oder Studienreisen wie maßgeschneidert auf die Gewinner passten. Anschließend war noch einmal der Ansturm der Öffentlichkeit groß und so nach und nach wurden die ersten Stände abgebaut, weil die Rückreise bei den meisten sehr lang war. Auseinander gingen wir jedoch nicht ohne ein Feedback der Juroren und häufigen Austausch von Mailadressen unter den JuFos.  

Lisa Hallex