#RosegegenRassismus

Anlässlich der Geschehnisse in Chemnitz in der Woche vom 24.08.2018 bis zum 31.08.2018 starteten wir, der Kunst Leistungskurs der 11. Klasse gemeinsam mit unserer Tutorin Frau Müller-Palasti, eine Aktion, die aufrütteln sollte.

Nicht mehr nur tatenlos rumsitzen, sondern selbst die Initiative ergreifen und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen, so unsere Idee.

Aufgrund der Beziehung zum Namen unserer Schule wählten wir das Motiv der Widerstandsgruppe “die Weiße Rose”. So wie die Geschwister Scholl damals schon versuchten, den Menschen mittels Flugblättern die Augen zu öffnen und gegen den Nationalsozialismus anzukämpfen, so wollten auch wir gegen die heutigen Entwicklungen angehen. Wir positionierten uns klar und deutlich gegen jegliche Art von Extremismus, besonders gegen in letzter Zeit aufkommende rechtsextreme Tendenzen und die dadurch immer größer werdende Spaltung der Bevölkerung.

Zunächst begannen wir den Boden des Atriums mit einer Rose aus Klebezetteln zu bekleben.                  
Durch Absperrband, welches um die Rose angebracht war, erregten wir Aufmerksamkeit bei unseren Mitschülern, sowie auch einigen Lehrern.

Parallel zur künstlerischen Gestaltung der Rose  forderten wir die Schüler und Lehrer dazu auf, ihre Meinung anonym auf einer Pinnwand zu äußern und uns ihre politische Sicht mitzuteilen.

Auf Fragen wie “Wie schätzt du die Lage in Deutschland ein?” erhielten wir Reaktionen von “sehr gut” bis hin zu “kritisch”. Aber auch die Antworten auf Fragen wie “Was wünscht du dir für die Zukunft?” zeigten uns, dass die Meinungen selbst an unserer Schule sehr gespalten sind. Während sich einige “mehr Toleranz” wünschten, entschieden sich andere dafür, dass sie “weniger Ausländer” in Deutschland sehen wollen.

Selbst jene, die sich nicht direkt an der Umfrage beteiligt haben, wurden durch unsere Aktion zumindest zum Nachdenken angeregt. Somit haben wir unsere Idee, auch wenn zunächst nur im kleineren Rahmen, umsetzen können.

Die Geschwister Scholl wurden vor 75 Jahren hingerichtet, weil sie Widerstand gegen den menschenverachtenden Nationalsozialismus geleistet haben – ihr Mut und ihre Zivilcourage sollten auch heute noch Vorbild für uns sein.

Text-und Bildautor: Irini Tsoulfa