Schüleraustausch mit dem Stedelijk Gymnasium Breda

Gegenbesuch September 2013

Gruppenbild in Dresden (Foto:privat)

Es war kalt und windig am Morgen des 27. Septembers. Jedoch war es nicht nur das Wetter, das uns einen bedrückten Blick auf die Gesichter legte, sondern es war der Tag der Abreise. Freitag, der letzte Tag des Austausches 2012/2013. Gemischte Gefühle waren zu spüren. Die niederländischen Schüler freuten sich natürlich auf zu Hause, wovon sie „nur“ noch eine lange Busfahrt und ein Besuch in Buchenwald trennte. Doch die Abreise bedeutete auch, sie mussten Freiberg verlassen. Nicht selten hörten wir in den Tagen davor, wie sehr den  Niederländern Freiberg  gefällt. Jedoch begeisterte sie nicht nur „unsere“ Stadt, sondern auch die vielen anderen Städte, die wir im Rahmen des Austausches besuchten. Von Leipzig mit Panometer und Völkerschlachtdenkmal bis hin zur Festung Königstein (Natürlich alles in Begleitung Napoleons!); von Dresden mit dem Hygienemuseum, einer schülergeführten sowie barocken Führung durch die Altstadt mit Gräfin Cosel; bis in den Klettergarten Kriebstein  -  Nein, es ist niemand runtergefallen! -  konnten sich unsere Gäste einen umfangreichen Überblick über „unser“ schönes Sachsen verschaffen. Mit Nepallauf, Sportabend und Bowling kam auch der Sport in der Woche nicht zu kurz. Obgleich die Gäste bereits am Samstag in Freiberg angekommen waren und ein erlebnisreicher Familientag schon hinter uns lag, wurde die Sokrates-Woche erst am Montag durch Frau Beier und  die Schulleiterin Frau Salomon offiziell eröffnet. Alle Austauschgruppen aus den drei Städten Breda, Gentilly und Delft stellten sich mit einem musikalischen Programm vor. Und gemeinsam endete sie auch am Donnerstagabend mit einem selbstgekochten Abschlussessen im Atrium unserer Schule. Obwohl das Wetter nicht immer auf unserer Seite war, so sind  die Tage des Schüleraustausches für alle doch ein Ereignis gewesen, das wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ronja Thümmler & Julia Köhler im Namen der Freiberger Austauschschüler

Im Dresdner Zwinger (Foto: privat)
Wir Üben den "Knicks" (Foto: privat)

Auftaktbesuch April 2013

Die vielen Stunden im Bus nach Breda haben sich wirklich gelohnt! Wir erlebten vom 6.4. bis 13.4.2013 eine Woche voller neuer Erfahrungen, prägender Eindrücke und vor allem - eine Woche mit vielen neuen Freunden. Die Deutschen verstanden sich auf Anhieb gut mit ihren Austauschschülern und die Gruppe wuchs während der Woche immer mehr zusammen.

Unser Aufenthalt in Breda brachte uns nicht nur das niederländische Feeling, sondern auch Kultur und Sprache näher. Einige von uns versuchten sich auf sehr unterhaltsame Art und Weise an der niederländischen Sprache; in einem hatten die Niederländer nämlich einen großen Vorteil - sie konnten uns verstehen, wenn wir deutsch spachen, wir sie aber nicht, während sie niederländisch spachen. Das musste natürlich ausgeglichen werden. Doch Englisch war die eher vorherrschende Sprache in dieser Woche.

Waren am Sonntag, dem Familientag, noch einzelne Gruppen von Schülern in den Niederlanden unterwegs, begann am Montagmorgen beim gemeinsamen Street Dance das eigentliche Kennenlernen. Nach dieser Stunde "Frühsport" waren alle geschafft und froh, als sie im Bus zur Batavia-Werft in Lelystad ein wenig entspannen konnten. Nach einer sehr interessanten und vor allem unterhaltsamen Führung durch das nachgebaute Handelsschiff ging es weiter zum Zuiderzeemuseum in Enkhuizen, in dem wir die niederländische Geschichte einmal auf andere Art kennenlernen konnten. Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Breda. Wir erkundeten die "Grote Kerk", bestiegen dabei den fast 100m hohen Kirchturm und lauschten dem Glockenspiel. Danach führte uns der Weg in das Museum von Breda, wo wir nicht nur über die Befreiung der Stadt während der Belagerung der Spanier im 17.Jh. etwas erfuhren, sondern auch mit einer niederländischen Künstlerin Filzarmbänder herstellten. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zum Tischtennis und zu dem einzigen Teil der Berliner Mauer, das sich außerhalb Deutschlands befindet und am Stadtrand von Breda platziert ist. Geschichte stand am Mittwoch auf dem Plan. Wir fuhren nach Waterloo und besichtigten dort das Musee' Wellington sowie das Schlachtfeld von 1815 und das dort errichtete Panorama. Dieses veranschaulicht sehr imposant die Schlacht bei Waterloo. Den krönenden Abschluss bildete der Aufenthalt in Brüssel, auf den wir uns alle sehr freuten. Der Donnerstag war dem Waterkaering sowie dem Festungsort Willemstad, den wir auf dem Roller erkundeten, gewidmet. Am Abend schlossen wir den Schüleraustausch mit einem gemeinsamen Essen und einer kleinen Disco im Bio-Zimmer des Stedelijk-Gymnasium Breda ab, unter anderem mit Wasabi-Paste, blauen Muffins, tanzenden Skeletten und Luftballons.

Nicht erst am Freitag wurde bei allen die Frage laut:"Warum müssen wir schon fahren?" Weder wir aus Freiberg wollten abreisen, noch unsere Austauschschüler wollten uns gehen lassen. Wir hoffen, die Woche in Freiberg wird für die Niederländer genauso schön wie für uns die Woche in Breda. 

Dank an alle Organisatoren!

Ronja Thümmler und Julia Köhler

Gruppenbild (Foto: privat)
"ökologisch wertvolle" Fortbewegung (Foto: privat)