Max Stirl gewinnt Schülerwettbewerb der TU Bergakademie Freiberg

Max Stirl (4. v.l.) bei der Auszeichnung am 01.07.2014 in der TU Bergakademie Freiberg (Foto: TUBAF)

Am 1. Juli wurden in Freiberg die Preisträger ausgezeichnet, die die besten Hühnerei-Crashkörpern konstruiert haben.

Angesprochen waren Schüler der Klassenstufen 8 bis 12 mit naturwissenschaftlichem oder technischem Profil. Unter dem Motto „Ei Caramba!“ sollten sie in drei Monaten eine Crash-Struktur entwickeln, die leicht, fest und zugleich flexibel ist, um ein darin eingebautes rohes Hühnerei der Größe M so zu schützen, dass es einen Aufprall aus einer Höhe von zwei Metern auf einem harten Boden (Fliesen, Stein) unbeschadet übersteht. Für die Herstellung der Crashstruktur durften ausschließlich Trinkhalme, Papier und Klebeband oder Klebstoff verwendet werden. Außerdem sollten die Schüler die Werkstoffherstellung und die Tests protokollieren.

Den Preis für die beste Crashstruktur konnte sich Max Stirl vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg sichern.

Text: TUBAF

Praktikum "Glasschmelze"

Dipl. Wi.-Ing. Anne Katrin Rössel (links) demonstriert Tobias Beger (Mitte) den Umgang mit der Glasschmelze. (Foto: A.Wolf)

Im Rahmen des fachübergreifenden Grundkurses "Moderne Werkstoffe" wird - in Zusammenarbeit mit unserem Partner TU Bergakademie Freiberg - das Praktikum Glasschmelze durchgeführt. Dabei werden die theoretisch gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis überprüft.
Unter Anleitung können die Schüler selbstständig am Schmelzofen arbeiten.

Schüler beim Glas schmelzen. (Foto: A. Wolf)
Felix Börner, Felix Eichhorn und Judith Roscher (hinten von links) beobachten die Glasschmelze. (Foto: A. Wolf)

Notengebung und Bewertung 2014/15

Klausuren und andere Bewertungen
  • 1 Klausur und mindestens 2 weitere Noten pro Semester
  • Facharbeit zählt als zusätzliche Klausur (i.d.R. in 11/2)
Notenwichtung

Aus allen Noten wird das arithmetische Mittel gebildet (Ausnahme: Bei Schülern, welche eine Facharbeit schreiben wird der Durchschnitt aus Facharbeit und Klausur dem Durchschnitt der anderen Noten gegenübergestellt).

Danach entscheidet der Lehrer nach pädagogischen Gesichtspunkten.

Sieger bei Schülerwettbewerb der TUBAF

Die Schüler Alexander Schröder (11. Klasse Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg), Tom Götze (8. Klasse Gymnasium Zschopau) und Felix Gallenmüller (11. Klasse Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg) mit ihren Pappstrukturen vor dem Fallwerk im Haus Metallkunde. Foto: TU Bergakademie Freiberg

 

Mit eigenem Körpergewicht oder dickem Buch zum perfekten Werkstoff

In den letzten Wochen hatte das Fallwerk im Haus Metallkunde der TU Bergakademie Freiberg ganz spezielle Werkstoffe auf ihre Stabilität zu testen: 17 Strukturen aus Verpackungsmaterialien von Schülern der Klassenstufen 8 bis 11 stellten sich dem Schülerwettbewerb 2013 unter dem Motto „Ein kniffliger Fall“. Dabei hatte der Werkstoff eine Fallgewicht von 195 Kilogramm zu überstehen und sollte dabei möglichst viel Energie absorbieren, so wie zum Beispiel Crashstrukturen in Automobilen. Am Dienstag, den 2. Juli, wurden nun die Sieger prämiert und mit einem Experimentiertag im Sonderforschungsbereich 799 „TRIP-Matrix-Komposite“ belohnt, der den Wettbewerb zusammen mit dem Schülerlabor „Science meets School – Werkstoffe und Technologien in Freiberg“ ausgeschrieben hatte.

Der Preis für den besten Crashabsorber ging dabei an Felix Gallenmüller vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Freiberg. Der Elftklässler hatte eine Hohlstruktur aus Pappe entwickelt, die leicht und stabil zugleich ist, wie die Ergebnisse im Forschungslabor der TU Bergakademie Freiberg eindrucksvoll beweisen. Sein eingesandter Werkstoff, der an ein offenes Regal erinnert, hatte eine massespezifische Energieabsorption von 0,84 J/g bei einem Gewicht von 63 Gramm und einer Druckverformung von gerade einmal 19 Prozent. So gut war kein anderer Wettbewerbsbeitrag. Im Selbstversuch simulierte Felix Gallenmüller das Fallbeil übrigens mit seinem eigenem Körpergewicht: „Ich habe mich auf meine Struktur einfach draufgestellt. Die ersten Versuche haben das nicht ausgehalten, aber beim Letzten hat es dann gehalten.“

Die Wettbewerbsteilnehmer erwiesen sich generell als überaus kreativ in Bezug auf die Zusammensetzung des Werkstoffes. Angefangen von stern- und herzförmigen Strukturen über die Wabenstruktur bis hin zu Kreuzen wurden verschiedene Formen und Strukturen getestet, zum Beispiel durch Schichten, Rollen, Verbinden oder Federn. Das beste Beispiel dafür sah die Jury im Werkstoff von Tom Götze. Der Schüler vom Gymnasium Zschopau erhielt den „Kreativpreis“. Der Schüler der 8. Klasse hatte über ein Plakat im Chemie-Raum vom Schülerwettbewerb an der TU Freiberg erfahren. Die Stabilität seiner Struktur aus Pappe und Kleber hatte er mit einem dicken Buch getestet.

Kein dickes Buch, dafür aber sehr gut geschrieben war das Protokoll über seine Testversuche und den Aufbau seiner Struktur von Alexander Schröder: Dafür erhielt der Elftklässler vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Freiberg den Preis für die beste Berichterstattung. Nach der Preisverleihung durften alle drei Gewinner einen individuellen Forschungstag an der TU Bergakademie Freiberg erleben. Hierbei stand der Verbundwerkstoff „TRIP-Matrix-Composite“ aus Keramik und Stahl im Mittelpunkt. In Workshops stellten die Schüler selbst diesen innovativen Werkstoff her und untersuchten seine Eigenschaften mithilfe moderner Forschungsgeräte.

Zum Hintergrund:

Der Wettbewerb wurde durch den Freiberger SFB 799 „TRIP-Matrix-Composite“ ins Leben gerufen. In diesem SFB arbeiten Wissenschaftler aus vier Fakultäten der TU Bergakademie Freiberg an einer neuen Klasse von Hochleistungsverbundwerkstoffen aus Stahl und Keramik. Es sollen extrem beanspruchbare und dennoch gut verformbare Werkstoffe entstehen. Wissenschaftler, Doktoranden und Studenten des SFB haben als Jurymitglieder die Wettbewerbsbeiträge begutachtet und die Preisträger durch den Forschungstag begleitet.

Autor: Bastian Fermer, Pressestelle TU Bergakademie Freiberg

"Ganz schön gerissen"

Juliane Moritz (2.v.r.) und Hans Hoffmann (2.v.l.) aus dem fachübergreifenden Grundkurs reichten die beste Dokumentation ein. Selbst Studenten hätten für so ein Protokoll ein "sehr gut" bekommen. Prof. Biermann (links) und Peggy Rathmann (rechts) ehrten die Gewinner dieser Rubrik. (Foto: Schülerlabor)