Der 1. Platz für das Geschwister-Scholl-Gymnasium

im

Wettbewerb "Certamen Latinum Regionale"

 

Im Februar fand an unserer Schule wie in jedem Jahr in der 7. Klassenstufe ein Lateinwettbewerb statt. Die drei besten Schüler unserer Schule konnten an der Finalrunde in Chemnitz teilnehmen. Im Juni war es soweit.

59 Schüler aus dem Chemnitzer Raum nahmen teil, 121 Punkte konnten erreicht werden. Der erste Platz wurde mit 98 Punkten belegt. Unsere Teilnehmer erzielten folgende Ergebnisse:

 

Johanna Holze

Platz 2.......... 90 Punkte

Anna Hutschig und

Johannes Blum

Platz 9.......... 75 Punkte.

 

In der Schulwertung innerhalb der 2. Fremdsprache bedeutete das den 1. Platz. Großartig!

 

Gaudemus! Gratulamur! Herzlichen Glückwunsch!

 

Wir möchten einen kleinen Einblick in die Anforderungen geben.

Hier ist eine Aufgabe.

 

Latein gilt als tote Sprache, aber sie ist Amtssprache des Vatikan. Auch außerhalb des Vatikans werden aktuelle lateinische Texte veröffentlicht. Die Harry-Potter-Bücher existieren auch in lateinischer Sprache. Hier sind einige neulateinische Wörter zuzuordnen.

 

das Weiße Haus.......... calefactio

Gefriertruhe.......... arca gelatoria

Wolkenkratzer.......... Aedes Albae

Heizung.......... caeliscalpium

 

Hier ist die Lösung: das Weiße Haus - Aedes Albae

Gefriertruhe - arca gelatoria

Wolkenkratzer - caeliscalpium

Heizung - calefactio

 

 

Leistungsbewertung im Fach Latein

Anzahl der Klassenarbeiten im Schuljahr in der Sek.I :

Kl.6 :  3

Kl.7 :  3

Kl.8 :  3

Kl.9 :  2

Kl.10 : 2

Weitere Leistungen werden als Kurzkontrollen bewertet.

Notenwichtung:

Der Durchschnitt der Klassenarbeiten und der Durchschnitt der weiteren Leistungen bilden den Gesamtdurchschnitt im Verhältnis 1:1.

 

Bewertung im Kurshalbjahr in der Sek.II :

1.In jedem Kurshalbjahr wird im Fach Latein 1 Klausur geschrieben.

2.Weitere Leistungen werden in schriftlicher und mündlicher Form bewertet.

Wichtung der Teilbewertungen:

Die Wichtung der Teilbewertungen ( 1. und 2. ) erfolgt im Verhältnis 1:1.

 

 

 

 

 

Vor einiger Zeit nutzten Interessenten unserer Schule den

Lateintag am Institut für Klassische Philologie an der

TU Dresden,

um außerhalb des Lateinunterrichts Wissenswertes und Faszinierendes über die Antike zu erfahren. In einem anschaulichen Vortrag zur antiken Buchgeschichte ("Von der Papyrusrolle zum Codex") wurden Vergleiche mit dem Übergang vom Buch zum elektronischen Lesemedium gezogen. So wurde uns deutlich, wie sich die antike Vorlesekultur entwickelt hat. Durch das Halten und Auf- und Abrollen der Schriftrolle waren kein gleichzeitiges Essen, Trinken oder andere Tätigkeiten möglich. Die Schwierigkeiten, eine Textstelle durch Auf- und Abrollen zu finden, machten das Zitieren aus dem Gedächtnis notwendig. Die Länge der vorgetragenen Texte ringt uns heute Bewunderung dieser Gedächtnisleistung ab. Übrigens leitet sich unser heutiges Wort "Rubrik" von dem Wort "rot" (lat. "ruber") für die Farbe der Überschriften in den mittelalterlichen Handschriften ab. Die Vorteile des Buches gegenüber der antiken Schriftrolle sind denen des e-books gegenüber dem herkömmlichen Buch gleichzusetzen, und zwar Format, Transport, hohe Speicherkapazität, Platzersparnis, Haltbarkeit und Nachschlagemöglichkeit. Im weiteren Verlauf des Lateintages ließen wir uns durch einen Fotobericht der Studenten auf eine Sizilienexkursion des Instituts im September führen. Ein amüsantes lateinsprachiges Theaterstück rundete diese Eindrücke ab, und wir sehen mit Neugier dem nächsten Lateintag entgegen.  

 

Der Fachbereich LATEIN möchte die Gelegenheit
hier nutzen, einzelne Aspekte des Lateinunterrichtes und des
Lateinlernens Interessierten  vorzustellen
.

Latein wird in Europa seit mehr als 2000 Jahren geschrieben und gesprochen. Lateinsprechende Menschen haben im Lauf der Zeit ihre Sprache zu den verschiedenen romanischen Sprachen ( Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Rumänisch ) und einigen Dialekten verändert. Englisch und Deutsch haben sich aus dieser Sprache viele Vokabeln ausgeliehen. Latein gilt somit als Basissprache, und Lateinschüler lernen aufgrund vieler Übereinstimmungen moderne Fremdsprachen leichter und schneller. Sie verstehen Fremdwörter leichter und verlieren die Angst vor Fachbegriffen.

Bsp.: Latein        Spanisch       Französisch       Italienisch

         amo te       amo te          je t`aime           ti amo

Europas  Kultur  steht auf griechischen und römischen Säulen. Literatur, Theater, Film, Malerei, Bildhauerei und Philosophie verarbeiten bis heute viele Inhalte antiker Kultur. Lateinschüler lernen Alltagsleben, Bauten, Technik und Geschichte einer für sie fremden, uns aber prägenden Kultur kennen. Lernt Latein - Zukunft setzt Herkunft voraus!

Latein ist heute keine Sprache mehr, die man schnell spricht und schnell versteht. Wie in jeder Sprache müssen Vokabeln und Grammatik gelernt werden. Lateinschüler können SorgfaltGenauigkeit und Ausdauer trainieren. Langsamkeit, sich Zeit nehmen für Kleinigkeiten, zum Nachdenken sind mit Sicherheit nicht der schlechteste Gegenpol zu unserer immer schnelleren Lebensweise und gegen einige Tendenzen der modernen Medien.

Die Unterrichtssprache im Fach Latein ist Deutsch. Ausspracheprobleme und daraus resultierende Hemmungen gibt es nicht.

 An Universitäten wird für einige Studienfächer das Latinum verlangt, wie z. B. Anglistik, Germanistik, Geschichte, Romanistik, Philosophie, Kunstgeschichte, Theologie etc. In anderen Studiengängen sind Lateinkenntnisse hilfreich, wie z. B. Medizin, Pharmazie, Jura, Biologie etc. Man kann sich das Latinum auch an der Uni erarbeiten, aber nur unter großer Anstrengung und mit hohem Risiko nicht zu bestehen. Viel Zeit und Energie werden von den eigentlichen Studieninteressen abgezogen.