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MINT-EC digital: Einschätzung der Veranstaltungsreihe “Organische Elektronik” der TU Dresden

Im Rahmen der Online-Vorlesungsreihe „Organics are the new Silicon!? Von Molekülen zu Phänomenen zur Elektronik von morgen“ hatten die Schülerinnen und Schüler einer MINT-EC Schule im November und Dezember die Möglichkeit, in die Organische Elektronik hineinzuschnuppern und zum Beispiel etwas über organische Leuchtdioden (OLEDs) zu erfahren. Die Themen der insgesamt 4 Vorlesungen waren:

  1. Wie molekulares Lego: Organische Halbleiter zielgerichtet optimieren für elektronische Anwendungen dank Materialsimulationen
  2. Organische Solarzellen: Von blauen Autobahnschildern zu elektrischer Energie
  3. Organische Leuchtdioden – Licht aus Molekülen in Smartphone, Fernseher oder Beleuchtung
  4. Perspektiven für Organische Elektronik: Von Transistoren zu dehnbaren, biegsamen Bauelementen und innovativen Sensoren

Lukas Zimmermann aus der Klasse 11 reflektiert hier seine Teilnahme.

“Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und die Seminare selbst wurden sehr professionell durchgeführt. Ich fand auch den Aufbau der Seminare gut. Es war schön neben dem Fachlichen ebenso Hintergründe über Studenten und die vortragenden Professoren zu erfahren. Durch die Moderation von Frau Bauer wurden die Vorträge gut gegliedert, sodass auch Fragen nicht zu kurz kamen. Ebenfalls positiv anzumerken ist, dass die Vorträge sehr interaktiv gestaltet waren mit Umfragen an die Teilnehmer, Videos, etc.. Bis auf ein paar kleine technische Probleme lief alles reibungslos.

Die Themen waren gut aufbereitet. Ich fand es interessant zu sehen, in wie vielen Alltagsgegenständen bereits organische Halbleiterstoffe zu finden sind, beispielsweise in der Farbe von Autobahnschildern, und welche Vielzahl an Stoffen geeignet ist. Auch das Potenzial organischer Halbleiter ist sehr beeindruckend, wie etwa die Möglichkeit Solarzellen in Folienstärke oder zusammenrollbare Fernseher herstellen zu können. Mir war zwar klar, dass es derartige technische Neuerungen gibt, aber nicht unbedingt, dass darin OLEDs verbaut sind, so wie auch in den neueren Handydisplays.

Des Weiteren war es toll die Kenntnisse über Halbleiter aufzufrischen und zu erweitern. Ebenso die Anwendung des Wissens über Orbitale war sehr interessant, weil hierbei Anwendungsbereiche im Chemieunterricht kaum angesprochen werden. Zusammenfassend hat mir das Seminar über organische Leuchtdioden und wie deren Wirkungsweise aussieht am besten gefallen. Auch die Herstellung solcher OLEDs war faszinierend. Außerdem war die letzte Einheit mit der Anwendung in der Medizin ziemlich spannend. So war mir noch nicht klar, dass es bereits möglich ist, künstliche Haut herzustellen („e-Skin“). Das Einzige, das ich als Verbesserungsvorschlag anbringen möchte, ist das Integrieren eines kleinen praktischen Teils für Zuhause. Ansonsten fand ich die Seminar-Reihe aber sehr gelungen und freue mich, daran teilgenommen zu haben.”