Schüleraustausch

Tambov - Russland

Der Schüleraustausch mit der Stadt Tambov in Zentralrussland, gelegen zwischen Moskau und Wolgograd, wurde erstmals im Schuljahr 2016/2017 durchgeführt. Die Partnerschule, das Lyzeum 29, zeichnet sich durch seinen vertieften Deutschunterricht aus. Dort können Schülerinnen und Schüler bereits ab der zweiten Klasse unsere Sprache lernen. Dies erleichtert die Begegnung der Schüler sehr. Der Schüleraustausch mit Tambov wird vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. getragen. Damit ist er eingebettet in die Bildungsarbeit zum Thema “Versöhnung über den Gräbern”. Sie fördert Toleranz, gegenseitiges Verständnis und verdeutlicht die besondere Bedeutung des Friedens für unsere gemeinsame Zukunft.

Die "Mutter Heimat ruft" Statue, auf dem Gipfel des Mamajew Hügels
Marktkirche zum Heiligen Geist - Deutschlands größte Holzkirche

Clausthal-Zellerfeld - Harz

Seit 1990 besteht unsere Schulpartnerschaft mit der Robert-Koch-Schule in Clausthal-Zellerfeld. Jedes Jahr fahren seitdem Schüler der 9. Klasse in den Harz, um durch persönliche Begegnungen nicht nur die Schule, sondern vor allem auch “Land und Leute” kennenzulernen. Aus historischem Blickwinkel betrachtet, eine spannende, interessante und vor allem wichtige Verbindung zwischen “Ost und West “.

Delft - Niederlande

Was bedeutet Austausch? Diese Frage stellten sich im Jahr 2019 14 Schülerinnen und Schüler, die am Programm des Schüleraustausches Freiberg-Delft teilnahmen. In der Woche vom 21.09 – 27.09.2019, in der wir den Delftern (nach unserem Besuch im Frühjahr) nun endlich auch das schöne Freiberg präsentieren durften, fanden die Schüler eine Antwort auf die Frage. Wenngleich leuchtende Steingebilde, gigantische Berge und finstere Minen die Gäste sehr faszinierten, war es letztendlich nicht nur das Fremde, was diesen Austausch für alle zu einer unvergesslichen Erfahrung werden ließ, sondern das Kennenlernen großartiger Menschen, mit denen man Berge gemeinsam erklimmen, aber auch versetzen kann.

Innenstadt von Delft
Sightseeing-Tour durch Rom: Pantheon- das am besten erhaltene antike Bauwerk Roms

Terni - Italien

Typisch italienisch, oder?

Während unserer Austauschwoche in Terni, Italien, lernten wir einige der dortigen Gepflogenheiten ein bisschen näher kennen. Unser erster Eindruck war, dass Ruhe und Gelassenheit hier ganz groß geschrieben werden. In einem Gespräch mit unseren Austauschschülern erfuhren wir mehr über das Leben in Italien.

Im Vergleich zu Deutschland gibt es im Tagesablauf einige Unterschiede:

Um das Thema Essen aufzugreifen, können wir sagen, dass es in diesen Punkt wohl am differenziertesten ist. Allgemein lässt man sich beim Essen viel Zeit und genießt jeden Bissen. Außerdem werden oft noch temperamentvolle Diskussionen geführt.

Unserer Meinung nach, lieben wir die italienische Küche eben so sehr wie die Italiener die deutsche Küche. Gerade im kulinarischen Sinne war der Austausch eine genussvolle Erfahrung für beide Seiten.

Ciao – Küsschen, Küsschen – so wird man hier immer herzlich willkommen geheißen. Die Italiener sind im Allgemeinen sehr lebensfroh. Hier kennt jeder jeden. Außerdem ist man hier immer für neue Kontakte offen.

Gentilly - Frankreich

Anfang Mai waren wieder einmal 11 junge Franzosen mit ihren Betreuern in unserer Stadt zu Gast. Für sie sollte es eine schöne Ferienwoche werden – während der Schulzeit werden sie nicht freigestellt. Da es sich um junge Leute im Alter von 12 bis 15 Jahren handelte, war es nicht einfach, allen ein passendes Programm zu bieten. Auch das Miteinander war nicht immer leicht bei einem Altersunterschied von zum Teil 3 Jahren. Trotzdem hatten wir viel Spaß, z.B. in Dresden, im Spielemuseum in Chemnitz, beim Tassengestalten im Porzellanwerk Freiberg. Lustig waren die Spielideen der französischen Betreuer im Pi-Haus und im Schollclub: man sollte anonym einen Mitspieler geschickt aus dem Spiel werfen, musste menschliche „Verknotungen“ lösen oder auch mal Körperbeherrschung beweisen. In den Gastfamilien wurde alles getan, um den Franzosen für eine Woche ein schönes Zuhause zu bieten. Es wurden Ausflüge unternommen und so manche Mutti versuchte die Essgewohnheiten des Gastes zu ergründen. Vielen Dank an alle Gasteltern für zum Teil große Geduld und Mühe.

Nun planen wir bereits das nächste Treffen im September in Gentilly.

Alors – à bientôt

Sightseeing - "Sächsisches Flair in Paris"
Pause während einer Trekking-Tour

Gati - Nepal

Unsere Partnerschule liegt in Gati, einem kleinen Bergdorf im Distrikt Sindhupalchok, etwa 20 Kilometer von der tibetischen Grenze entfernt.
Um in das Dorf zu gelangen, muss man erst eine ca. dreistündige Busfahrt entlang des Arniko Highways, der Kathmandu mit der tibetischen Hauptstadt Lhasa verbindet, auf sich nehmen.
Nach einem einstündigen Aufstieg über einen steilen Pfad gelangt man nach Gati. In Gati gibt es ungefähr 90 Haushalte. Die Menschen gehören hauptsächlich den ethnischen Gruppen der Newar und Tamang an.

2005 hat der damalige Schulleiter Herr Baumann den Schulpartnerschaftsvertrag unterschrieben. Unsere Partnerschule war eine Primary School mit 82 Schülern der Klassen eins bis fünf.
Die Schüler wurden von zwei Lehrern unterrichtet. Schulmaterialien waren kaum vorhanden und die Schultafeln nicht mehr benutzbar.

Nur vier Jahre später stellt sich die Situation wie folgt dar:
Seit Mai 2010 wird nun die erste 10. Klasse unterrichtet. Insgesamt besuchen 153 Schüler die Schule und stehen unter der Obhut von 13 Lehrern. Sieben der Lehrer finanzieren wir gemeinsam mit Gati im Verhältnis 70:30, sechs Lehrer werden vom Staat gestellt. Aufgrund der steigenden Schülerzahl ist nicht nur der Bedarf an Lehrkräften gestiegen, es wurde auch mehr Platz benötigt. Aus diesem Grund entschlossen wir uns Ende 2008 für eine Schulerweiterung. Das ganze Jahr über wurde fleißig gebaut, sodass  im Oktober 2009 das neue Schulgebäude mit 4 Klassenräumen eingeweiht werden konnten.