„Für die nächste Aufgabe bräuchte ich eine oder einen Freiwilligen.“
Als Simon, einer der Trainer der Veranstaltung „Talente für Sachsen“ diese Ansage vor den 84 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 machte, sprang niemand spontan auf. Die Unkenntnis über das, was kommen möge oder die Sorge, die Aufgabe nicht lösen zu können, ließen fast alle Schüler auf ihren Sitzen kleben. Eine Schülerin aber meldete sich und wurde dafür „reich“ belohnt.
Dies ist eine Anekdote des ersten „Talente für Sachsen“ – Workshop-Tages am Geschwister-Scholl-Gymansium. Als begleitende Lehrkraft hatte ich die Möglichkeit, den gesamten 11. Jahrgang bei dieser Veranstaltung durch den Tag zu begleiten. Gemeinsam mit fünf Trainern starteten unsere 84 Schülerinnen und Schüler zunächst mit einem Impulsvortrag, der erste Denkanstöße zur persönlichen Orientierung und Zukunftsgestaltung gab.
Im Anschluss arbeiteten die Jugendlichen in verschiedenen Workshops. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Lernverhalten, Selbstorganisation, Persönlichkeitstypen sowie der Abgleich eigener Stärken und Interessen mit unterschiedlichen Hochschularten. Besonders spannend war zu beobachten, wie intensiv sich viele Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Fähigkeiten, Denkweisen und Zukunftsvorstellungen auseinandersetzten. Im Verlauf des Tages entstanden viele interessante Gespräche und neue Perspektiven.
Es war schön zu erleben, wie die Trainer die Jugendlichen motivierten, ihre individuellen Talente bewusster wahrzunehmen und sich mit ihren möglichen Bildungs- und Berufswegen auseinanderzusetzen. Für viele war dieser Tag sicherlich ein wertvoller Impuls, sich intensiver mit der eigenen Zukunft zu beschäftigen.
von Juliane Bartzsch
