AG Bücherschätze

In der Arbeitsgemeinschaft „Bücherschätze der Andreas-Möller-Bibliothek“ arbeiten künstlerisch talentierte Schülerinnnen und Schüler, die durch die historischen Werke unserer Bibliothek inspiriert, gemeinsam eigene grafische und malerische Arbeiten erstellen.

Das gesamte Projekt wird gestützt durch den Förderverein des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. In Kooperative mit dem Büro für Museums- und Ausstellungsgestaltung Helmstedt/Schnirch/Rom und der  Werbeagentur WERBÄR GmbH erleben die Schüler, dass ihre künstlerischen Werke als Reproduktion auf großen Folien gedruckt im Atrium des Hauses Albertinum und in der Vitrine der Andreas-Möller-Bibliothek zusammen mit dem Buch des Jahres ausgestellt werden, um die Bibliothek der Öffentlickeit zu präsentieren.

In Absprache mit dem Kustos der Andreas-Möller-Bibliothek, Dr.Volker Bannies, wählen wir uns ein historisches Thema, zu dem wir in der Bibliothek Handschriften, Inkunabeln und Bücher recherchieren. Diese nehmen wir uns zur Gestaltungsgrundlage und entwickeln daraus eigene Bildkompositionen, die historische Bildgegenstände aufgreifen und sie mit modernen Bezügen verbinden. Um spezifische Informationen und Beratung von Fachleuten zu erhalten, besuchen wir die Universitätsbibliothek Leipzig sowie aktuelle Ausstellungen.

Die Teilnahme an dieser Arbeitsgemeinschaft ist vorgesehen für den Zeitraum von einem bis maximal zwei Jahren, wöchentlich zwei Stunden. Am Ende erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat über die Teilnahme und die Programminhalte.

Die Ausstellungseröffnung bildet mit den oben genannten Beteiligten dieses Projektes sowie geladenen und interessierten Gästen den gelungenen Abschluss dieser künstlerischen Arbeit. In diesem öffentlichen Rahmen präsentieren und verteidigen die Schüler ihre Arbeitsergebnisse.

Bild- und Textautor: T. Nurse

Einmal in den Notizbüchern Leonardo da Vincis zu blättern, eröffnet Einblicke in die vielfältige Ideenwelt dieses Universal-GENIES

Exkursion der AG "Bücherschätze" der Andreas-Möller-Bibliothek in die Universitätsbibliothek Leipzig

Leonardo schrieb spiegelverkehrt. Der genaue Zweck dieser Praxis ist unbekannt. Es wird vermutet, dass er dies entweder aus Geheimhaltungsgründen tat, um seine Ideen vor der mächtigen römisch-katholischen Kirche zu verbergen oder aber als spontanen Ausdruck seines Gedankenflusses. Denn er war wie die meisten Spiegelschreibenden ein Linkshänder. Beeindruckend ist es, seine Schriftzüge und die eingefügten technischen Zeichnungen zu betrachten und über seinen fortschrittlichen Geist nachzusinnen. Seine technischen Skizzen zeigen Studien zur Zugkraft, Schwungräder, unterschiedliche Ofensysteme und vieles andere mehr. Nur ein genialer Geist, welcher seiner Zeit weit voraus war, konnte solche technischen Neuerungen denken und skizzieren.

Faksimile-Ausschnitte mit wissenschaftlichen Schriften, Notizen, Skizzen und Zeichnungen des Leonardo da Vinci.

Wir können zwar nicht behaupten, in den Originalen geblättert zu haben, die sich vor allem im Institut de France in Paris befinden. Doch ein Faksimile ist nicht minder beeindruckend.

Allerdings können wir uns auf die Fahnen schreiben, durchaus in echten wertvollen mittelalterlichen Handschriften geblättert und gestöbert zu haben. Unsere Exkursion in die Leipziger Universitätsbibliothek - mit einem Buchbestand von mehr als 5,5 Mio. Bänden - beinhaltete ebenfalls, dass wir von den Fachleuten Dr. Matthias Eifler, Thomas Thibault Döring und Beate Umann eine Menge Wissenswertes über Inkunabeln, Initiale, Leipziger Pfauenwerkstatt, Druckerzeichen, unterschiedlichste tolle Einbände und Pergamentpapier erfahren durften. Momentan werden von den Leipziger Wissenschaftlern einige Unikate unserer Andreas-Möller-Bibliothek untersucht. Dabei hat sogar ein Handschriftenvergleich ergeben, dass eine Freiberger Handschrift ein passendes Gegenstück in New York besitzt.

Für die kompetente und ausführliche Betreuung des Leipziger Teams möchten wir uns an dieser Stelle herzlichst bedanken!

Für unsere Gruppe von Schülern aus der 9ten und 10ten Klasse, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die verborgenen Schätze der Andreas-Möller-Bibliothek in Form von Kunst ins Schulhaus zu bringen, war dies eine bereichernde Erfahrung!

N. Richter, C. Falkenhain, A. Weise, M. Porstmann, H. Linke, A. Dil, T. Nurse

 

Dr. Matthias Eifler spricht über mittelalterliche Handschriften